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Foto Kollwitz
KollwitzKöln Innenraum unten

Aktuell:


Der Bildhauer denkt!
Zeichnungen von Gerhard Marcks

Für den Bildhauer war die Zeichnung das wichtigste Mittel um Formen zu finden! Er zeichnete nach der Natur und arbeitete seine Skulpturen nach Zeichnungen.Sie sind näher an der Natur als die Plastiken und zeigen gleichzeitig, wie der Künstler in der Wirklichkeit seine plastischen Motive fand.
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Vom Raum an die Wand. Bildhauergrafik

Die Ausstellung mit Leihgaben aus zwei renommierten Privatsammlungen veranschaulicht durch die Gegenüberstellung des Spaniers Eduardo Chillida (1924-2002) sowie den amerikanischen Künstlern Fred Sandback (1943-2003) und Richard Serra (geb. 1939) Methoden skulpturalen Denkens.
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Das Käthe Kollwitz Musem Köln -
die weltweit größte Sammlung von Zeichnungen, Druckgraphik und Skulpturen der Künstlerin

Der Bestand des Museums umfasst inzwischen – nach mehr als 25 Jahren engagierter Sammeltätigkeit – das vollständige plastische Werk, mehr als 300 Zeichnungen und über 500 druckgraphische Blätter einschließlich aller Plakate der Künstlerin.

Unter den Zeichnungen, die einen Schwerpunkt bilden, besitzt das Kölner Museum einige der ausdrucksvollsten Blätter – viele aus dem Spätwerk von Käthe Kollwitz, als sie sich vornehmlich mit dem Thema Tod befasste. Aus dem Frühwerk sind vier der wenig erhaltenen Pastelle und die Kohlezeichnungen, die sie für die satirische Zeitschrift „Simplicissimus“ anfertigte, in der Sammlung vertreten. Skizzenhafte Vorzeichnungen, die das Entstehen wichtiger druckgraphischer Blätter beleuchten, gehören ebenfalls zum Bestand. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Entstehungsgeschichte des Zyklus „Bauernkrieg“ (1902-1908).

Im Bereich der Druckgraphik sind alle großen Folgen vorhanden – Marksteine nicht nur in der Entwicklung des Werkes von Käthe Kollwitz, sondern auch der Druckgraphik des 20. Jahrhunderts allgemein: die frühen Zyklen „Ein Weberaufstand“ (1893-1898) und „Bauernkrieg“ (1902-1908), die nach literarischen Vorlagen entstanden, die Holzschnittfolgen „Krieg“ (1921-22), „Proletariat“ (1925) und die späte lithographierte Folge „Tod“ (1934-1937). Hinzu kommen singuläre Werke wie die letzte Lithographie „Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden“ aus dem Jahr 1942, das Vermächtnis der Künstlerin gegen Soldatentod und Krieg.


In den Jahren 2003 und 2005 ist es dem Käthe Kollwitz Museum Köln gelungen, aus bedeutenden Privatsammlungen äußerst seltene druckgraphische Blätter zu erwerben, die der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt geblieben sind. Dazu gehören drei frühe Selbstbildnisse: zwei Radierungen sowie eine große Farblithographie von 1904. Das „Selbstbildnis en face“ ist mit vier Farben gedruckt und als experimentelles Blatt ohne Auflage geblieben. Darum existiert es in diesem Zustand nur einmal – ein Höhepunkt im Werk der Künstlerin und für die Erwerbsaktivitäten des Museums. Zu den wesentlichen Erwerbungen im Bereich der Zeichnungen konnte 2012 eine der wenigen monumentalen Arbeiten erworben werden – eine plastische Kohlezeichnung, die zum Umfeld der großen Skulptur „Mutter mit zwei Kindern“ (1926-32) gehört.

Besondere Bedeutung haben die fünfzehn Bronzeplastiken, da sie fast alle in seltenen frühen Güssen im Museum zu sehen sind. Die Kölner Sammlung umfasst insgesamt zwanzig Plastiken der Künstlerin. Zusammen mit der Kopie des trauernden Elternpaares in der Kirchenruine Alt St. Alban und dem Grabrelief Levy auf dem Jüdischen Friedhof in Bocklemünd ergibt sich so in Köln die einzigartige Möglichkeit, das bildhauerische Gesamtwerk der Künstlerin zu überblicken.

Raritäten der Sammlung sind die komplett vorhandenen Kollwitz-Plakate, die die Künstlerin getreu ihrer Devise: „Ich will wirken in dieser Zeit“ vor allem in den 1920er Jahren gegen den Krieg und für soziale Gerechtigkeit, Humanität und Frieden geschaffen hat. Ein weiterer Sammlungsbereich ist die Buchgraphik von Käthe Kollwitz, die inzwischen fast vollständig vorhanden ist.