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Museum im Deutschhof
Kunsthalle Cafe
Skulptur

Aktuell:


Der Bildhauer denkt!
Zeichnungen von Gerhard Marcks

Für den Bildhauer war die Zeichnung das wichtigste Mittel um Formen zu finden! Er zeichnete nach der Natur und arbeitete seine Skulpturen nach Zeichnungen.Sie sind näher an der Natur als die Plastiken und zeigen gleichzeitig, wie der Künstler in der Wirklichkeit seine plastischen Motive fand.
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Museen Böttcherstraße
Paula Modersohn-Becker Museum und die Bernhard Hoetger Sammlung

Das Paula Modersohn-Becker Museum ist ein Bauwerk des Bildhauers, Kunsthandwerkers und Architekten Bernhard Hoetger. Es ist das weltweit erste Museum, das einer Malerin gewidmet wurde und es beherbergt die umfangreichste Sammlung seines Architekten.
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Skulpturen aus Papier - Von Kurt Schwitters bis Karla Black

Seit etwa fünfzehn Jahren sieht man auf Messen und Biennalen immer häufiger Skulpturen aus Papier. Dabei handelt es sich nicht um Modelle oder Studien, sondern um vollendete Werke. Wie kommt es, dass Künstler gerade im Bereich der Skulptur dieses empfindliche und vergängliche Material verwenden? Seit wann wird es für die beständige Skulptur eingesetzt und woher stammt die Idee, Bronze und Marmor durch Papier zu ersetzen?

Pablo Picasso ist einer der ersten, der bereits 1912 Skulpturen aus Papier herstellt. Aus einzelnen abstrakten Formen konstruiert er eine Gitarre. Wie funktioniert ein Bild, ein Abbild, diese Frage treibt Picasso an. Auch sein Zeitgenosse Kurt Schwitters beginnt in den 1920er-Jahren, Collagen aus gefundenen Papierresten herzustellen, um herauszufinden, was eine bildnerische Komposition ausmacht. Wir zeigen in der Ausstellung drei Collagen von Schwitters, die seine Entwicklung von den zarten Kompositionen der 1920er-Jahre hin zu wilden, gestischen Arrangements in den 1940er-Jahren sichtbar machen. Durch seine Collagen modelliert sich Schwitters von der Fläche in den Raum: Resultat ist sein Merzbau, eine „Collage“ aus Papier und Alltagsfunden, die mehrere Zimmer füllt und von Schwitters über Jahre hinweg fortgeführt wird.

Die französische Gruppe der „Affichistes“ knüpft nach dem Zweiten Weltkrieg direkt an Schwitters an, dreht dessen Prinzip aber um: Durch das Abziehen der obersten Schichten vielfach überklebter Plakatwände schaffen sie neue Kompositionen. Kunst wird auf der Straße gemacht, die Bilder sind bereits vorhanden, man muss sie nur entdecken.

In den 1960er-Jahren erlebt die Papierskulptur eine erste Hochphase, als man dem ehrwürdigen Charakter der Kunst und seiner für die Ewigkeit geschaffenen Bildwerke entkommen möchte. Kunst, so das neue Credo, soll für jeden verständlich und erschwinglich sein, sie soll einen möglichst direkten Kontakt zum alltäglichen Leben haben. In diese Zeit fallen die Arbeiten von Charlotte Posenenske, Erwin Heerich, Franz Erhard Walther und Dieter Roth. Posenenske entwickelt riesige Skulpturen aus Karton, die aus seriell gefertigten Einzelteilen bestehen. Trotz ihrer Größe kann man sie mit einer Hand zur Seite schieben, so karikiert die Künstlerin die Monumentalität der Bildhauerei. Das Auf- und Abbauen der Werke durch die Besucher gehört durchaus zum Konzept. Auch für Franz Erhard Walther spielt das Prozesshafte eine wichtige Rolle. Der Arbeitsprozess im Atelier soll sich in die Werke einschreiben, sie dürfen die Spuren des Entstehungsprozesses zeigen. Durch einfachste Methoden – beispielsweise den Atem des Künstlers – werden aus aufeinander geklebten Papierbahnen Skulpturen.

Seit den 1990er-Jahren macht Thomas Hirschhorn durch große Installationen aus Karton auf sich aufmerksam, die sich ganz explizit auf die Geschichte der Skulptur beziehen. Die schottische Turner-Prize-Trägerin Karla Black, die 2011 auf der Biennale von Venedig mit ihren skulpturalen Arbeiten aus Zuckerrohrpapier für Furore sorgte, wird eigens für Heilbronn eine neue Papierskulptur entwickeln. So können wir direkt erfahren, mit welchen formalen und inhaltlichen Fragen sich die Papierskulptur heute beschäftigt. Neben den raumgreifenden Skulpturen von Karla Black und Thomas Hirschhorn ist ein großer Raum den Papierskulpturen Franz Erhard Walthers gewidmet, den wir bereits 2011 als Preisträger des Ernst Franz Vogelmann-Preises hier in Heilbronn begrüßen durften.

 

Künstler: Arman, Karla Black, Thomas Demand, Dan Flavin, Raymond Hains, Erwin Heerich, Thomas Hirschhorn, Isamu Noguchi, Robert Rauschenberg, Dieter Roth, Charlotte Posenenske, Kurt Schwitters, Jacques de la Villeglé, Wolf Vostell, Franz Erhard Walther.



Städtische Museen Heilbronn

Die Städtischen Museen Heilbronn verfügen über zwei Standorte mit unterschiedlichen inhaltlichen Ausrichtungen: das Museum im Deutschhof und die Kunsthalle Vogelmann.


Museum im Deutschhof

 

Im Museum im Deutschhof präsentieren die Städtischen Museen Heilbronn Exponate aus unterschiedlichen Sammlungsbereichen: Archäologie, Stadtgeschichte sowie Kunst. Im Wechsel sind Sonderausstellungen zu Themen mit regionalem Bezug aus der Kunst-, Kultur- und Naturgeschichte zu sehen.

 

Ausgangspunkt des Sammlungsbestands Skulptur und Plastik sind zwei bedeutende Wahrzeichen der Stadt: Die steinerne Figur des Heilbronner „Landsknechts“ (1498) und der spätgotische Altar des Bildhauers Hans Seyfer (1460 – 1509) in der Heilbronner Kilianskirche.

 

Neben dem Aufbau der Sammlung mit Skulpturen regionaler Künstler wurden ab den 1980er-Jahren verstärkt Werke internationaler Bildhauer angekauft, die die Entwicklung der Gattung im 20. und 21. Jahrhundert exemplarisch aufzeigen. Darunter sind bedeutende Arbeiten von Auguste Rodin, Medardo Rosso, Henri Matisse, Henri Laurens, Henry Moore und Alberto Giacometti. Dieser Schwerpunkt wird bis in die Gegenwart weiterverfolgt und kontinuierlich um Werke wichtiger zeitgenössischer Bildhauer wie Roman Signer, Franz Erhard Walther und Thomas Schütte ergänzt.

 

Museum im Deutschhof // Städtische Museen Heilbronn


Deutschhofstraße 6

74072 Heilbronn 

Telefon: 07131/56 2295 + 56 3144

Telefax: 07131/56 3194

E-Mail: museen-hn@stadt-heilbronn.de
www.museen-heilbronn.de

Öffnungszeiten

Dienstag: 10-19 Uhr

Mittwoch-Sonntag, Feiertag: 10-17 Uhr




Kunsthalle Vogelmann
Kunsthalle Vogelmann, Außenansicht,
© Städtische Museen Heilbronn,
Foto: Andrea Golowin, Heilbronn

Kunsthalle Vogelmann

 

Die Kunsthalle Vogelmann wird ausschließlich mit Wechselausstellungen bespielt. Schwerpunkte sind Skulpturen- und Übersichtsausstellungen von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Dafür stehen ca. 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf drei Etagen zur Verfügung. Eröffnet wurde die Kunsthalle Vogelmann im Oktober 2010.

 

Ernst Franz Vogelmann-Preis für Skulptur

Seit 2007 vergeben die Ernst Franz Vogelmann-Stiftung und die Städtischen Museen Heilbronn gemeinsam den mit 25.000 Euro dotierten Ernst Franz Vogelmann-Preis für Skulptur. Alle drei Jahre werden Künstlerpersönlichkeiten ausgezeichnet, die ihren Lebens- oder Schaffensmittelpunkt in Deutschland oder den angrenzenden Ländern haben und deren künstlerisches Lebenswerk innerhalb der Entwicklung der zeitgenössischen Skulptur und Plastik wesentliche Impulse setzen konnte. Mit der Auszeichnung sind eine Einzelausstellung in der Kunsthalle Vogelmann und jeweils ein Ankauf für die städtische Kunstsammlung verbunden.

 

Preisträger 2008 | Roman Signer, Preisträger 2011 | Franz Erhard Walther, Preisträger 2014| Thomas Schütte.

 

Kunsthalle Vogelmann // Städtische Museen Heilbronn

Allee 28 

74072 Heilbronn

Telefon: 07131/56 4420

Telefax: 07131/56 3194

E-Mail: museen-hn@stadt-heilbronn.de
www.museen-heilbronn.de

Öffnungszeiten

Dienstag - Freitag: 11-17 Uhr


Donnerstag: 11-19 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 11-17 Uhr