
Die erste große Deutschland-Ausstellung der Konstruktivistin Marlow Moss (1889–1958): Als eine der wenigen in den avantgardistischen Kreisen aktiven und anerkannten Frauen sowie als Mitglied der Pariser Künstler:innenvereinigung Abstraction-Création entwickelte Moss eine unverwechselbare Formensprache zwischen Malerei und Skulptur. Mit ihren streng rhythmischen Kompositionen, geometrischen Reliefs und ihrer innovativen Verwendung der Doppellinie in der konstruktivistischen Malerei und Skulptur suchte sie nach einer universellen Ordnung von Farbe, Linie und Raum.
Trotz ihres Einflusses blieb ihr Werk lange unbeachtet, bedingt durch Exil, Verfolgung und Verluste. Die Ausstellung vereint erstmals ihre erhaltenen Skulpturen sowie ergänzende Arbeiten und Archivmaterialien.
Die zeitgenössischen Künstler:innen Leonor Antunes (*1972), Tacita Dean (*1965), Florette Dijkstra (*1963) und Ro Robertson (*1984) bereichern die Ausstellung mit ihren eigenen künstlerischen Perspektiven, die verschiedenste Verbindungslinien zu Moss eröffnen. Im lebendigen Dialog der Werke entsteht so eine fesselnde Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Die Ausstellung führt Leihgaben aus bedeutenden Museen und Archiven in Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich, den USA und Deutschland sowie zahlreichen Privatsammlungen zusammen.