
Das Gerhard-Marcks-Haus präsentiert die erste Einzelausstellung der irischen Bildhauerin Daphne Wright (geb. 1963) auf dem europäischen Festland. Ihre nahezu lebensgroßen Skulpturen und Installationen halten Seinszustände fest und verweisen auf etwas, das einst Realität war. Wrights Werke kreisen um Vergänglichkeit, Zerbrechlichkeit sowie Lebensphasen zwischen Kindheit, Erwachsensein, Leben und Tod. Fragile Materialien wie ungebrannter Ton, Gips und Kunstharzprodukte sowie die vorherrschenden Weißtöne verleihen den Arbeiten eine stille, melancholische Präsenz.
Die Ausstellung zeigt Werke aus allen Phasen ihres Œuvres, angefangen bei den frühen Installationen aus Gips und Alu-folie bis hin zur neusten Arbeit »Sons and Couch« (2025), ein lebensgroßer Abguss ihrer beiden Söhne, der in England bereits für großes Aufsehen sorgte. Wright nutzt scheinbar gegensätzliche Methoden wie Modellierung und Abgüsse nach lebenden und toten Wesen nebeneinander und schafft auch dadurch in jedem einzelnen Werk einen unterschiedlichen Wirkungsgrad.
Begleitend erscheint eine zweisprachige Publikation (Deutsch/ Englisch) im Hirmer Verlag. Unterstützt wird die Ausstellung von Culture Ireland/Cultúr Éireann, der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, der Kulturstiftung Christa und Nikolaus Schües und dem Freundeskreis des Gerhard-Marcks-Hauses.